Es war 2:47 Uhr an einem Dienstag.
Ich wachte auf, weil ich meine Frau Andrea im Badezimmer schluchzen hörte.
Nicht weinen. Schluchzen.
Dieses rohe, ursprüngliche Geräusch, bei dem sich dir sofort der Magen zusammenzieht.
Sie lag auf dem Boden, zusammengerollt, ihr ganzer Körper zitterte.
„Ich kann nicht mehr“, flüsterte sie. „Ich kann nicht so weiterleben.“
Ihre Spinalkanalstenose weckte sie wieder auf.
Der unerträgliche Albtraum: der von der Lendenwirbelsäule durch Oberschenkel, taube Beine und Füße brennende Blitze schießt…
Und ich stand einfach nur da.
Nutzlos.
Ein Neurochirurg, der nicht einmal seiner eigenen Frau helfen konnte.
Sie wollte sich nicht operieren lassen. Sie hatte höllische Angst vor der Vollnarkose und vor allem davor, dass es danach schlimmer wird.
Wir hatten alle Alternativen versucht, die ich kannte.
Wärmepads. Schmerzmittel. Dehnübungen
Nichts hat geholfen.
Sie konnte nicht mal 3 Minuten am Stück stehen.
Und die „Experten“ waren auch keine Hilfe:
Akupunktur? Hat zweimal pro Woche für 80€ ihren Rücken gepiekst. Die Linderung hielt ungefähr so lange an wie die Autofahrt nach Hause.
Der Orthopäde? Verkauft ihr 3 PRT-Spritzen für 250€.
Andere Neurochirurgen wollten ihre Wirbelsäule versteifen – mit einer Rückfallquote von 60 %. Klar, er kann dann ein Honorar extra abrechnen, 5000€…
In dieser Nacht ist etwas in mir zerbrochen.
Ich würde nicht dabei zusehen, wie die Frau, die ich liebe, zu einer weiteren Schmerzmittel-Statistik wird.
Ich würde nicht zulassen, dass irgendein Chirurg sie grundlos versteifen lässt, um sich einen Porsche zu holen
Also habe ich begonnen, alles infrage zu stellen, was ich über Spinalkanalstenose zu wissen glaubte.
Ich bin in den Krieg gezogen – gegen mein eigenes Verständnis, gegen das System, gegen alles, was man uns beigebracht hatte.